Einwohnerrat Baden: Baden bleibt ambitioniert bei Energie und Klima und unterstützt Bad zum Raben

Medienmitteilung

Einwohnerrat Baden: Baden bleibt ambitioniert bei Energie und Klima und unterstützt Bad zum Raben

Aktualisierung der Energie- und Klimastrategie mit neuen Zielen

Die Stadt Baden hat das Ziel, bis spätestens 2050 klimaneutral zu werden. Die Stadt hat sich deshalb im Energiekonzept 2022 – 2031 Ziele gesetzt und ist bei deren Erreichung sehr gut unterwegs. Diese wurden nun für 2027 – 2036 aktualisiert und sind teils ambitionierter als die kantonalen Vorgaben.

Der Stadtrat versicherte, dass diese Ziele zwar ambitioniert, aber realistisch seien. Die glp begrüsst und unterstützte diese Vorgehensweise zusammen mit einer breiten Mehrheit im Rat. Lis Krämer betonte in ihrem Votum die Wichtigkeit einer Gesamtstrategie, die zusammen mit vielen politischen und individuellen Entscheidungen zum Ziel führen. Zudem verdankte sie die beeindruckende Expertise, Konsistenz und das Tempo der Badener Strategie.

 

Unterstützung für neues Thermalbad-Projekt Bad zum Raben

Die Badener Bäder erleben in den letzten Jahren eine wunderbare neue Blüte. Einen bedeutenden Anteil daran hat der Verein Bagni Popolari mit seinen Temporär-Aktionen sowie den verstetigten heissen Brünnen.

Das neue Projekt Bad zum Raben soll nun eine neue Dimension erhalten mit einer eigenen Thermalquelle, fünf Becken, Bistro, Bühne und Raum für Ausstellungen. Getragen von breiter Unterstützung aus der Bevölkerung hat eine Genossenschaft die Räumlichkeiten bereits gekauft und sucht nun eine Beteiligung verschiedener Organisationen an den Renovationsplänen. Kurz vor der Sitzung wurde bekannt, dass der Kanton seine Unterstützung zugesagt habe.

Die Stadt hat eine kluge Lösung ausgearbeitet über ein 25-jähriges Darlehen, das gestaffelt ausbezahlt wir und bei einem erfolgreichen Bestehen des Projekts abgeschrieben wird. Renzo Iten lobte die Lösung, die auch für den Fall plant, dass nicht alles so kommt wie angestrebt. So erhält die Stadt ein Vorkaufsrecht auf die Quellrechte und das Risiko und der jährliche Betrag sind vertretbar.

Entscheidend für die Unterstützung im Rat war, dass das Anliegen eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung sowie viel ehrenamtliches Engagement klar darlegen konnte. Da es voll auf die Kultur- und Tourismus-Ziele der Stadt einzahlt sowie weitere Partner ins Boot holt, ist das Geld der Stadt hier sehr effektiv eingesetzt.

 

glp unterstützt Expertenteam bei Velokonzept Allmend

Zu einer hitzigen Diskussion führte die erfreulich kostengünstige Umsetzung von Massnahmen zur Umsetzung des Velokonzepts auf der Allmend. Ein Vorstoss der Mitte verlangte, dass jeder Zebrastreifen erhalten bleibe entgegen der Empfehlung des Expertenberichts und der Tatsache, dass einer davon sogar durch eine durchgängige Trottoirlösung abgelöst werden soll.

Von anderer Seite kam der Vorstoss, dass die Tempo-30-Zone auf den Abschnitt beim Schloss Stein ausgeweitet werden soll. Stadtrat Benjamin Steiner konnte aber glaubwürdig darlegen, dass das zu einer verwirrenden Situation für die Verkehrsteilnehmenden führen würde und nur durch erhebliche weitere bauliche Massnahmen sinnvoll gelöst werden kann.

Die Mehrheit der glp-Fraktion stützte daher in beiden Fällen den Stadtrat und die Expertengruppe, die den Vorschlag erarbeitet hatte, und setzte sich damit durch.

 

Gerne und weniger gerne Kredite gesprochen für Turnhalle Kappi und Schliesssystem Verwaltungsgebäude

Für den Umbau und die Sanierung der Kappi-Turnhalle legte die Stadt ein Konzept vor, dass insbesondere auch die Umgebung sehr schön mit einbezieht und durch eine öffentlich zugängliche Toilette aufwertet. Lis Krämer strich heraus, dass die Stadt hier durch die Wiederverwendung von Mobiliar und Fenstern sowie der Erreichung der Minergie-ECO-Standards konsequent und effektiv die Energiepolitik umsetzt.

Mit weniger Begeisterung stimmte der Rat dem Millionenkredit für die Erneuerung der Schliesssysteme zu. Die Verwaltungsgebäude werden neu über Badge- und App-Lösungen einfacher und sicherer zugänglich. Der Wermutstropfen sind die hohen Kosten, die Anpassung aber nötig.